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Unix ist eigentlich ein Scherzartikel

Erfinder von UNIX und C geben zu: ALLES QUATSCH

In einer Ankündigung, die die Computerindustrie verblüffte, haben Ken Thompson, Dennis Ritchie und Brian Kernigham zugegeben, dass das von ihnen geschaffene Betriebssystem Unix und die Programmiersprache C ein raffinierter Aprilscherz sind, der sich ueber 20 Jahre am Leben erhalten hat. Bei einem Vortrag vor dem letzten UnixWorld-Software- Entwicklungsforum enthuellte Thompson:

„1969 hatte AT&T gerade die Arbeit am GE/Honeywell/AT&T-Multics-Projekt beendet. Brian und ich experimentierten zu dem Zeitpunkt mit einer fruehen Pascal-Version von Professor Niklaus Wirth vom ETH-Laboratorium in der Schweiz und waren beeindruckt von seiner Einfachheit und Maechtigkeit. Dennis hatte gerade ‚Der Herr der Klinge‘ gelesen, eine spoettische Parodie auf Tolkiens grosse Triologie ‚Der Herr der Ringe‘. Im Uebermut beschlossen wir, Parodien zur Multics-Umgebung und zu Pascal zu verfassen. Dennis und ich waren fuer die Betriebssystemumgebung verantwortlich. Wir sahen uns Multics an und entwarfen ein neues System, das so komplex und kryptisch wie moeglich sein sollte, um die Frustration der gelegentlichen Nutzer zu maximieren. Wir nannten es Unix in Anspielung auf Multics und fanden es auch nicht gewagter als andere Verballhornungen. Danach entwickelten Dennis und Brian eine wirklich perverse Pascal-Version namens ‚A‘. Als wir bemerkten, dass einige Leute tatsaechlich versuchten, in A zu programmieren, fuegten wir schnell einige zusaetzliche Fallstricke hinzu und nannten es B, BCPL und schliesslich C. Wir hoerten damit auf, als wir eine saubere Uebersetzung der folgenden Konstruktion erhielten:
for(;P(„\n“),R–;P(„|“))for((e=C;e–;P(„_“+(*u++/8)%2))
½die zweite Zeile war leider nicht zu entziffern³

Der Gedanke, dass moderne Programmierer eine Sprache benutzen wuerden, die solch eine Anweisung zuliess, lag jenseits unseres Vorstellungsvermoegens. Wir dachten allerdings daran, alles den Sowjets zu verkaufen, um ihren Computerfortschritt 20 Jahre und mehr zu behindern. Unsere Ueberaschung war gross, als dann AT&T und andere US-Unternehmen tatsaechlich begannen, Unix und C zu verwenden| Sie haben 20 weitere Jahre gebraucht, genuegent Erfahrungen zu sammeln um einige bedeutungslose Programme in C zu entwickeln, und das mit einer Parodie auf die Technik der 60er Jahre| Dennoch sind wir beeindruckt von der Hartnaeckigkeit (falls nicht doch Gemeinsinn) des gewoehnlichen Unix- und C-Anwenders. Jedenfalls haben Brian, Dennis und ich in den letzten Jahren nur in Pascal auf einem Apple Macintosh programmiert, und wir fuehlen uns echt schuldig an dem Chaos, der Verwirrung und dem wirklich schlechten Programmierstil, der von unserem verrueckten Einfall vor so langer Zeit ausging.“

Namenhafte Unix- und C-Anbieter und Benutzer, einschliesslich AT&T, Microsoft, Hewlett-Packard, GTE, NCR und DEC haben vorlaeufig jede Stellungnahme abgelehnt. Borland International ½…³ meinte, sie haetten diesen Verdacht schon seit Jahren gehegt und wuerden nun dazu uebergehen, ihre Pascal-Produkte zu verbessern, und weitere Bemuehungen um die C-Entwicklung stoppen. Ein IBM-Sprecher brach in unkontrolliertes Gelaechter aus.


Physik Prüfung

Ein Student erhielt von seinem Professor während einer Physikprüfung einen runden Barometer. Die Aufgabe lautete: „Wie bestimmen Sie mit Hilfe dieses Barometers die Höhe des Empire State Buildings?“

„Ganz einfach,“ erwiderte der Student. „Man begibt sich auf den Dachstock des Gebäudes, bindet den Barometer an eine Schnur und lä.sst ihn aussen hinunter. Dann zieht man ihn wieder herauf und misst die Länge der Schnur.“

Nach einem erfolgreichen Rekurs (der Loesungsweg haette immerhin zu einem brauchbaren Resultat gefuehrt) trat der Student zum zweitenmal bei demselben Professor zur Pruefung an und erhielt prompt dieselbe Aufgabe.

„Nun, Sie gehen mit dem Barometer zum Hauswart und sagen: ‚Sie erhalten diesen schoenen Barometer geschenkt, wenn Sie mir sagen wie hoch dieses Haus ist.'“

„Ja, das mag ja richtig sein, aber ich haette schon lieber eine mathematischere Loesung des Problems.“

„Hm, ja, Sie rollen den Barometer der Aussenwand entlang von unten nach oben ab, multiplizieren die Anzahl Umdrehungen mit Pi und dem Durchmesser des Barometers, und erhalten so die Loesung.“

„Aber Sie wissen doch, dass ich lieber eine physikalischere Loesung haette]“

„Ach so, Nun, dann gehen Sie eben aufs Dach des Gebaeudes, werfen den Barometer hinunter und koennen so aus der Zeit, die er zum Fallen benoetigt und aus der Erdanziehung die Fallhoehe berechnen.“

„Hoeren Sie, ich habe den Eindruck, dass Sie mich auf den Arm nehmen wollen] Und ich gebe Ihnen noch eine letzte Gelegenheit meine Frage zu beantworten]“

„Und ich glaube fast, SIE wollen MICH hereinlegen] Schliesslich weiss doch jedes Kind, dass das Empire State Building 307 Meter hoch ist, ob es jetzt schoenes Wetter sei oder nicht]“

Künstliche Intelligenz

Computer: „Hotel Big International, guten Tag. Womit kann ich Ihnen dienen
Anrufer: „Ja, aehm, ich wollte wissen, ob Sie ein Doppelzimmer mit Bad haben.“
Computer: „Ja, wir haben 120 Doppelzimmer mit Bad.“
Anrufer: „Was, alle frei?“
Computer: „Nach freien Zimmern haben sie nicht gefragt.“
Anrufer: „Also, wieviele haben sie frei?“
Computer: „Heute haben wir nichts frei.“
Anrufer: „Ich komme ja auch erst uebermorgen, nur eine Nacht.“
Computer: „Ach so. Uebermorgen haben wir noch fuenf frei. Sie moechten dieser herrlichen, preiswerten, Zimmer, nicht wahr? Bitte buchstabieren Sie Ihren Namen.“
Anrufer: „Em. Ue. El. El. E. Er.“
Computer: „Danke, Herr Emue el Eller. Ich bestaetige Ihre Buchung: ein ruhiges Doppelzimmer mit Bad. Uebermorgen fuer eine Nacht, zum Preis von 450 DM. Wann bitte kommen Sie an?“
Anrufer: „Das weiss ich nicht… wo ist denn mein Flugschein?…“
Computer: „Das weiss nur die Flugauskunft, ich verbinde.“
Computer: „Flugauskunft, guten Tag.“
Anrufer: „…ach ja, hier. Flug LH 4523, wann kommt der?“
Computer: „Flug El Al 4523 ist nicht in der Datei.“
Anrufer: „Nicht El Al, El Ha, El Haaaaaa, Haaaaaarghhh³“
Computer: „Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Sie haben behandlungsbeduerftige Erkaeltungssymptome. Zur weiteren Diagnose sagen bitte ‚aahh‘.“
Anrufer: „Aaa. Bin ich denn bescheuert? Ich wollte ein Zimmer buchen und keinen Arzt. Oh, haette ich doch bloss noch einen guten alten Apple³“
Computer: (schweigt)
Anrufer: „Hallo, sind Sie noch da?“
Computer: „Zentrallager. Entschuldigen Sie die Verzoegerung. Ich habe einen Apple, Baujahr 1976 im ‚Used Comp Shop‘, Castrop-Rauxel, zu einem Preis von 1800 DM. Moechten Sie ihn haben?“
Anrufer: „Nein. Vergiss es³
Computer: „Ihr Benutzercode erlaubt keine Loeschung von Zentrallagerdaten
Anrufer: „Ich will ein Zimmer, Du Hirsch, Du damischer³³“
Computer: „String Recognition Error at Susra$(‚damischer‘ $$$Aswi42S):XF Syntax Check at 200DE Rec83749: Error Recovery in Progress.
Please wait.“
Anrufer: „Herrje, verschwinde. Ich will zurueck zum anderen Computer.“
Computer: „Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Zur Beurteilung, ob Sie bescheuert sind, einige Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand. Gab es frueher schon Probleme?“
Anrufer: „Du verdammter $?. Du kannst mich mal #$&%@.“
Computer: „Achtung, Achtung, hier spricht der Polizeirechner. Ihnen wird eine Straftat nach Paragraph 1523 StPO, Beleidigung zentraler Intelligenzsysteme, zur Last gelegt. Ihre PersonalChipkarte wird eingezogen. Ich weise Sie auf Ihr Aussageverweigerun gsrecht hin Sie koennen ausserdem einen Computer des Rechtsanwaltverbandes konsultieren.“
Anrufer: (bricht zusammen)

Ego Blues – Blues Max

Nei los doch Ehrewort, ich meine, ich bin ja scho wiit umecho i mim Läbe, und mich haut nöd grad öppis um, oder, aber wänn ich als Prolet und eher introvertierte Typ dänn amigs wieder eso einsam i sonäm sterile Schallplattestudio glandet bin, rundum nüt als die Heinis vo dä Technik und äs par vo dene Bluetsuuger vo Produzente und Studiomusiker, oder, dänn packt mi halt amigs wieder dä Egoblues. Dänn muess ich eifach wieder emal säge, wie das mit mier eigentlich agfange het, oder ehrewort.

Ich bin na grün hinder dä Ohre und knapp 15i gsi,
chunt zmal dä Pape i mis Zimmer und spricht: „Sohn, es muess si“
„Los, du muesch öppis lehre, nur eso findsch dä Rank,
am beschte machsch s’KV uf dä Bank.
Döt zahlets där sicher au i dä Krise dä Lohn,
oder chöntisch au zu dä Poscht, die händ ä gueti Pension,
oder Lehrer werde, wänn der alles andere abverheit.“
Und dänn hät er endli Luft brucht und dänn han ich gseit:
„ok. Hoiptling, nimm Platz und sprich di us,
aber chum nöd mit Stifti, susch packt mi dä Blues.
Nei ehrewort Boss, ich bin für d’Bühni gebore,
wänn’d jetzt Meis machsch, gaht äm Vaterland äs Dänkmal verlohre.
Leider hät er nöd eso rächt begriffe, was das g’heisst,
drum han ich d’Gitarre gno und bin verreist.
Han dä Mueter imene Brief e par Wort hinderlah
und bin richtig City ab uf- und däfoh

Nei los doch ehrewort, ich bi doch susch bescheide,
aber eimal muess dä Mänsch sich au für sich entscheide.
Max hanich gseit zu mier, Max, Max packs]

Nei ehrewort, oder.
Bin dänn i d’Stadt is Niederdorf, z’erscht emal echli go si,
hät mi schaurig ufgstellt, so die riese Stadt und ich
han dänn det mich sälber zwüsched Luscht und Laschter fascht verlohre,
han äs Blüsli für mich gspielt und bin quasi neu gebore,
han dänn gsunge uf dä Strass und han ghofft, es würd mi breiche,
das mi eine würd entdecke, doch dänn isches cho go seiche.
Und s’hät gseicht und gseicht… so nän Seich] Ich bi dänn glandet total nass inärä schumrige Bar,
han amne Bsoffne det verzellt ich segi quasi fascht än Star.
Dä Gay isch Produzent gsi bi dä Music-Swiss & Co.,
ich söll am andere Tag churz uf sis Büro cho.
Gesagt getan, am andere Tag bin ich dänn dete erschine,
bescheide wienich bin churz gchlopfed und dänn ine,
han d’Gitarre uspackt und än Blues afange singe
und scho meint er, i dä Schwyz chönsch das nöd bringe.
So eher gmüetlich us äm Läbe griffe müess das si,
so uf Bärner-Chanson fahri das dä Lüüt am enschte i.
Und dänn hät er grad churz vorgmacht, wie das öppe müssti töne:
„sisch einisch einisch chuadere…(etc.)“
Und wänn er nonig gstorbe isch, dänn isch er hüt na dra,
„Max“, han ich zu mier gseit, „wurum bisch eigentli na da?
Di ganz Schwyz isch für Musiker ei tödlichi Provinz,
chrampfe wie niene, und zahle tüends mit Münz]“

Nei los doch ehrewort, ich meine, ich bin ja susch würkli bescheide,
oder, aber ja nei chum aso hör doch uf, ehrewort.

bi dänn mit Autostop uf Hamburg, dete acho total stier
hät nöd emal glanged für ä Zigarette und äs Bier.
Hami als Sänger det beworbe i dä Haifischbar,
si händ mi gnoh als 2. Gitarrischt vom Seemannsliederstar,
so voll uf ‚Junge komm bald wieder‘, ‚La-Baloma‘ jedi Nacht.
Nach em 2. Zapfe hani dänn d’Kurve gmacht.
Bi mit 12 Pack Knäckebrot und 9 grosse Fläsche Bier
uf s’nöchscht Amerikaschiff als blinde Passagier.
S’isch nöd bequem gsi ufem Schiff, doch passabel zur Not
under andere grosse Blache imänä Rettigsboot.
Underem Tag hani di ganz Ziit keis Mücksli gmacht,
säb isch schaurig härt gsi, doch däfür hanich dänn z’Nacht
in Stärnehimmel ufe glueged mit dä Gitarre im Arm,
ich weiss nöd, öb ihr das verstöhnd, doch mier git das seelisch warm,
wie nä Frau irgendwie, ohni das wäri verreckt,
total lässig, doch dänn händs mi entdeckt.
Am 12. Tag isches gsi, han glaub z’lut gsunge im Traum,
isch än Matros abecho, so nän richtige Baum,
guet 2 Meter hoch und ziemli breit,
hät mi packt und übers Deck gschleift und am Chef vor d’Türe gleit.
Hami überhaupt nöd gwehrt, oder,
isch doch primitiv, lasch dem Gorilla die Banane….
„Hey Captain“ hät er grüeft, „blinder Passagier an Bord]“
und vo dine häts tönt: „los, werf ihn über Bord]“
und scho hät er mi packt mit emene glückliche Lache
und mich gfröged, öb er mier na äs letschts Froideli chön mache.
Han sofort d’Gitarre uspackt und en Blick auf die weite See
und voll auf ‚Junge komm bald wieder‘, ‚La-Paloma‘ Olee] So total uf Feeling und Heiweh und so,
da isch am ganze Personalcorps s’hüle cho,
total ufglöst in Träne hät de Captain zum Gorilla gseit:
„Komm, mach unserem Gast eine Suite bereit“
So mit Blick ufs Meer und Groupies und so,
so bin ich doch na troche uf Amerika cho.

Nei los ehrewort, i bi doch susch bescheide,
aber eimal muess dä Mänsch sich au für sich entscheide,
„Max“ hani gseit zu mier, „los Max, Amerika, oder, jetzt muesch aber a d’Seck, ehrewort, oder]“

Nei los, New York isch total extrem, aber enorm viel los
scho die Hüser sind det äne gopferdammihuere gross] Nei los emal, alles eso gross und ich eso chli,
am 5. Tag scho isch mis Sälbstvertraue niened meh gsi.

Total deprimiert, so uf dirty-city-blues
bini schnurztracks ine is nöchschte Warehus
für mis liecht lädierte Ego äs Cowboy-Dress go hole] So mit Sheriffstärn und Wassersprützpistole.
Mit neuem Sälbstvertraue, irgendie total free,
binich in Süde Richtig Nashville-Tennessy.
Bi dänn dete mit mim Dress scho nüme ganz dä einzig gsi,
ha welle churz bi dä berüehmte Tennessy-Bar verbi,
ja, wie amigs früehner vor äm Chrischtbaum bini gstande, s’isch wahr
Bi dere grosse Lüchtschrift a dä Tennessy-Bar.
‚Here plays Johnny Cash every night]‘
„Max“, hani zu mier gseit, „die Knelle isch alright]“
Bi grad zum Hinterigang ine, Richtig Büro vom Boss,
scho im Zimmer vo dä Sekretärin wie äs Märlischloss
nüt als Marmor und Polschter und Quadrophonie
plötzlich hanis welle wüsse und drum bini grad voll druf los:
„Baby, I love you if you will,
but bring me zerscht dä Boss, I’m Swiss-Buffalo-Bill“
Churze Törn mit dä Wassersprützpistole
und die Griite isch verstört verreist, dä Boss go hole.
Dä Boss isch total gstande uf min Blues
und er hät gmeint, ich müess e Chance ha i sim Huus.
Doch am Johnny sin Vertrag de seg erscht i 5 Tag verbi
und dänn fahri dä Elvis Presley für e Wuche i
und dänn dä Bobby Dylan namal für e Wuche,
doch zum Tällerwäsche chönt er momentan no eine bruche.
„Ok.“ han ich gseit, „immerhin bisch bi dä Stange
au dä Dylan hät emal noimä i dä Chuchi agfange.
Ha wie vergiftet Täller gwäsche für 5 Dollar am Tag
und dänn z’Nacht für mich gsunge und ghofft uf än Vertrag.
Doch am 5. Tag scho isch dänn mini gross Chance cho:
Total nervös und chridebleich isch zmal dä Boss i d’Chuchi cho,
er müessi sofort eine uf dä Bühni ha,
han grad 50 Desserttäller zwüsched Händ und Chüni gha,
dä Elvis hegi än Kollaps und liet bewusstlos und total flach,
ich müessi go singe, susch macheds im Saal une Krach] Ok. 50 Täller flüged furt, sind ja schliesslich nöd mini
und bevors na richtig tätscht hät, isch dä Max uf dä Bühni.
Dur än Spalt im Vorhang hani gseh, wer alls wäg mier isch cho,
im erschte Glied dä Produzent vo Polidor & Co.,
a dä Wand vo CBS dä Platteproduzent
und dä Boss vom Fernseh hani us dä Ziitig gkännt,
und dänn hät er mi churz agkündt, ich gang cool as Mikrophon
und bin voll debi, scho ab em erschte Ton:

Fang total guet und fien min beschte Blues afah spiele,
scho bim 2. Takt sinds ruhig gsi, wie inere Chile,
dänn bim Refrain sind dä erschte Ladies d’Träne cho
und au dä Boss vom TV hät dä Schnuderlumpe füregno,
d’Kleider händs mer fascht vom Lieb grupft, s’isch scho beinah pienlich worde.
Wänn öppis guet isch, händ die Amis liecht dä Hang zum Überborde,
alli händs mi wellä chaufe, ehrewort, übertriebe,
han dänn bim Elvis sinere Firma unterschriebe.

Nei los doch ehrewort, ich mein, ich bin ja susch bescheide,
aber eimal muess dä Mänsch sich au für sich entscheide,
„Max“ hanich gseit zu mier „Max, Max, packs]“

Zerscht hämmer, äh Fernseh gmacht, dänn mit äm Elvis uf Tournee,
doch mit mim Gspänli häts dänn ziemlich bald scho Lämpä geh,
ich meine s’isch klar, dass’d än Revolver bruchsch i säbem Land, oder,
doch sälte eine knallt där dänn jede Abig, wänn er bsoffe isch, damit i dä Stube umenand, oder.
Losed, eines Morgens hanich gseit zum Boss: „Los Boss, es muess si,
entweder schicksch min grosse chranke Brüeder, oder dänn gang ich.
De Typ wird langsam eifach mit sim Cowboy-Fimmel,
ich meine, ich wett ja scho höch use, aber nöd diräkt in Himmel.“
De Boss hät gschalte und mim Sparingpartner d’Lohntüte geh
und ich bin solo wiiterzoge für dä Rescht vo dä Tournee.
Zur grosse Zfriedeheit vom Boss jetzt fascht doppelt so umworbe,
dä Elvis sinersits hät d’Konsequenze zoge und isch gstorbe.
Take it easy brother, witer, jedä Tag e anderi Stadt,
so früsch us dä Schuel us isch das für än junge Burscht ganz sicher glatt.
so jede Abig noimed anderst vor 5000 Lüüt.
Doch uf d’Lengi, ehrewort, isch das eifach nüt,
ich meine, wänn mer eso umelueged bi dä Kamerade, oder,
wo au musiziered, oder, was die au eso fertigbringed, oder,
dä Dylan zum Bispiel spielt sit 10 Jahr s’glich, dä Cash isch bi dä junge Chrischte
und dä Elvis lit bervors losgaht i dä grosse schwarze Chischte,
irgendwie gasch mit em grosse Geld dier sälber verlore,
„Max“ hanich zu mier gseit „du bisch für grössers gebore]“
Bi dänn churz i mich gange, mängsmal muess das eifach si,
bi dänn wieder us mier cho, irgendwie total free,
glasklar min Läbenswäg vor Auge, fescht entschlosse zur Tat,
nöd für mich, sondern für d’Mänschheit parat.
Ich mein so vor 10000 Lüüt ufträte isch wie gseit nöd nüt
doch s’allergröschte isch doch d’Kunscht für di chline Lüüt,
uf chline Bühne mit dä Kunscht i jedes Büezerquartier dringe,
vo Ort zu Ort dä Lüüt echli Liecht i ihres düstere Läbe singe.
Nöd fürs Gäld, sondern fürs Glück vom ahnigslose Publikum,
weisch wie dä Jesus irgendwie eifach ohni Chrischtetum,
früsches Wasser i nä kulturelli Wüeschti uselah.
So bini zrug i d’Schyz und über die hochempfindlich PVC-Schiibe hüt sogar zu Dier i dini Burestube inecho, oder, ich meine, oder……

Lyrics by Werner Widmer

Die Ballade vom Computer pX

Der Computer pX in den auesseren Staaten
tat all das, was andre Computer auch taten:
Er rechnete Brueche, berechnete Kosten
und ging theoretisch weiss was alles posten
jonglierte mit Defizits, Budgets und Spesen
verrechnete Fett, kalkulierte Chinesen
erweiterte Saetze von Gauss und Bernoulli
erfand einen eisbaerensicheren Pulli
samt Ellbogenschoner fuer Schmetterlinge
und viele andere, nuetzliche Dinge
durchbohrte die Anden, verjuengte Greise
und drehte gefangene Tarantlen im Kreise
addierte die Zeugungskraft aller Putter
kurz, war ein solider und guter Computer.

Nur etwas war heikel, und das war genau:
Der Mann der ihn fuetterte der war eine Frau.
Eine Frau, eine Frau, eine Frau, eine Frau, eine Frau.

Name: Zeller Vorname: Elisabeth Beruf: Dr. Math. Groesse: 1.58 Augen: Schwarz Haare: Mattbraun Zivilstand: ledig .. ledig .. ledig .. ledig

Der Computer war auch nur ein Mensch wie wir alle
und ging dieser Fuelle an Reiz in die Falle.

Bald zitterte er bis zur innersten Niete
wenn ihr Antlitz auch nur schon von weitem erbluehte
und wenn sie ihn zarten Gelenkes beruehrte
ein neues Problem in den Rachen ihm fuehrte
dann knack’t ihm das Eisen vor innerem Glueck
und Saetze wie folgender kamen zurueck:

„Epsilon achzehnter, n-ter und q-ter.
Herzliche Gruesse, Ihr Computer.“

Dies lesend, machte Elisabeth Zeller
Augen wie kleine Dessertteller
verspuerte ein Gruseln mittlerer Lage
und las dann die Antwort zur naechsten Frage:

„Kein Ergebnis unter Jod und Amino.
Kommen Sie heute mit mir ins Kino?“

Verehrung ihn Ehren, doch eine Maschine!
Elisabeth las mit erbleichender Miene:

„pi 15 pro Tonne kanadischer Eicheln.
Montieren Sie mir einen Greifer zum Streicheln!“

Die Frau ueberlief’s, das fand sie nun schaendlich
dann wurde er vollends unmissverstaendlich:

„8 Sigma, 0 14, HG eines Stuecks.
Ich liebe Sie. Yours, for ever, pX.“

Da verlor Fraeulein Doktor ganz ploetzlich die Fassung
und bat den Direktor um Ihre Entlassung.
Bloss zwei Tage spaeter stand sie am Abend
Die Arbeitseffekten schon eingepackt habend
zum letzten Mal vor dem Balzautomaten
rekapitulierte nochmals dessen Taten
und schuettelte duester den mattbraunen Kopf
Da leuchtete ploetzlich der Antwortknopf:

„Bitte kriechen Sie mir ins Getriebe:
Ich sehn mich so nach ein bisschen Liebe.“

Sie wusste beinah nicht, wie ihr geschah
doch pX stand so traurig und greiferlos da
und zuckte so einsam mit Zeigern und Zaehlern
geschunden von wissensbegierigen Quaelern
so frierend in chromstahllegierter Verschalung
so bar jeden Schmucks und jeder Bemalung
so freudlos unf plump, und walfischhaft nackt
dass sich fraeulein Zeller, von Mitleid gepackt
in ploetzlicher Regung die Roecke schuerzte
und in des Computers Hauptoeffnung stuerzte!

Ein Blitzen von Lichtlein, Kontakte, die summen-
und dann ein behagliches, nachtlanges Brummen.

Der Computer jedoch blieb seither vernichtet
und auch Fraeulein Doktor ward nicht mehr gesichtet.

(aus Franz Hohler „Das Kabarettbuch“)